Was bedeuten diese Symbole im Text?: öd i |
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Das Halten und Nutzen von Tieren ist für viele landwirtschaftliche Betriebe Grundlage ihrer Existenz. Im Gegensatz zum "Acker-Pflanzenbau-Betrieb" spricht man hier vom Futterbaubetrieb oder vom Veredelungsbetrieb, je nachdem wie viel wirtschaftseigenes Grünfutter und Leistungsfutter wie Getreide und andere Körnerfrüchte eigener Produktion oder Zukauffutter in höherwertige tierische Produkte (Fleisch, Milch, Eier, Wolle u.a.) umgesetzt, also veredelt werden.
In Baden-Württemberg werden die Tiere überwiegend in kleinen und mittleren Beständen von bäuerlichen Familien betreut. Allerdings war die Entwicklung in der Schweinehaltung in den letzten Jahrzehnten durch anhaltende Konzentrationstendenzen geprägt. Gab es Ende 1951 noch über 400.000 Betriebe mit Mast- und Zuchtschweinen, waren es 2001 nur noch knapp 20.000 Schweinehalter. Demgegenüber hat sich der Schweinebestand von 1950 bis Anfang der 80er Jahre fast verdoppelt. Die durchschnittliche Bestandsgröße hat sich von rund 3 Schweinen auf heute etwa 120 Stück erhöht.
Massentierhaltungen sind in Baden-Württemberg trotz anhaltendem Strukturwandel kaum anzutreffen.
Mit der rückläufigen Zahl der Betriebe hat sich die heimische Milchkuhhaltung aus dem kleinbäuerlichen in den mittelbäuerlichen Bereich verlagert. Der Durchschnittsbestand hat sich innerhalb von rund 20 Jahren zwar von 10 auf fast 23 Kühe je Betrieb erhöht, liegt jedoch weiterhin unter dem Bundes- und EU-Durchschnitt.
Kuhbestand und Milchleistung seit 1974

Quelle: Statistisches Landesamt Baden-Württemberg
Im Hinblick auf mögliche i Umweltprobleme durch die Tierhaltung ist jedoch nicht die absolute Zahl der Tiere, sondern die Tierzahl pro Hektar Betriebsfläche von Bedeutung.
Durch die Beachtung der gesetzlich vorgeschriebenen Obergrenzen lassen sich sowohl in kleinen als auch in großen Tierhaltungsbetrieben Umweltprobleme bei der naturgemäßen Verwertung von Kot und Harn vermeiden.

Automatisches Fütterungssystem in der Schweinehaltung
Das Umfeld der landwirtschaftlichen Betriebe - so z. B. die Nähe zu Wohngebieten (Geruchsbelästigung) - spielt heute eine entscheidende Rolle bei der Wahl von Produktionsschwerpunkten.
Größere Schweineställe dürfen seit einigen Jahren nur noch in erheblichem Abstand zu Wohngebäuden gebaut werden.
Rindviehhaltung, insbesondere Milchviehhaltung, finden wir vor allem in Gebieten mit hohem Grünlandanteil, also Standorten mit guter Futtergrundlage (z.B. Schwarzwald, Allgäu). Produktionsalternativen gibt es für diese Betriebe meist nicht, da sich der Boden für Ackerbau nicht eignet.
Verkaufserlöse tierischer Erzeugnisse
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1.
Milch 46%
2.
Schweine 32%
3. Rinder und Kälber
4.
Geflügel 3%
4.
Eier 3%
6.
Sonstiges 2%
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Quelle: i Statistisches Landesamt Baden-Württemberg
Die Schwerpunkte der Schweinehaltung liegen in Ackerbaugebieten (z. B. Hohenlohe, Oberschwaben). Hier wird das für die Schweinemast erforderliche hochwertige
i Futtergetreide weitgehend im eigenen Betrieb erzeugt.