Der Auslöser der gegenwärtigen heftigen Diskussionen zum Klimawandel und Klimaschutz ist der vierte Sachstandsbericht des UN - Weltklimarats. Das Dokument wird im November 2007 im spanischen Valencia verabschiedet und bei der nächsten großen UN - Klimakonferenz im Dezember in Bali die Verhandlungsbasis für die zukünftige Ausrichtung des Klimaschutzes nach dem Auslaufen des Kyoto-Protokolls 2012 bilden.

Klimaschutz: Mit dem Fahrrad um den Bodensee (Sanfter Tourismus)
In der Europäischen Union hat man sich bereits auf ein Klimaschutzprogramm geeinigt. Bis 2020 soll der Energieverbrauch um 30 Prozent gegenüber 1990 gesenkt werden. Deutschland möchte in diesem Zeitraum sogar 40 Prozent Energie einsparen. Ziel ist, den Temperaturanstieg auf max. + 2° Grad gegenüber dem vorindustriellen Stand zu beschränken
Baden-Württemberg wird vom Klimawandel nicht verschont
Alle Verbraucher und die Wirtschaft sind aufgefordert, in ihrem Bereich, auch ohne gesetzliche Vorgaben, schon jetzt Maßnahmen zum Klimaschutz zu ergreifen. Jeder Einzelne muss seinen Beitrag leisten!
Die Land- und Forstwirtschaft leiden unter den Folgen des Klimawandels. Gerade durch den Waldbau, den Anbau von Kulturpflanzen und die Pflege der Landschaft und die Pflege des Humusgehaltes der Böden ist es die Landwirtschaft, welche dazu beiträgt, dass Kohlendioxid aus der Luft in den Planzen und im Boden gebunden wird. Die nachhaltig betriebene Landwirtschaft ist also ein Wirtschaftsbereich in dem bei entsprechender sorgfältiger Beachtung der Bewirtschaftungsgrundsätze mehr CO2 aus der Luft gebunden wird als freigesetzt wird. Dazu brauchen wir die ganze Kompetenz der Pflanzenzucht, des Pflanzenbaus, des Pflanzenschutzes, der Tierzucht und Tierhaltung.

Es geht auch anders: Prima Klima in Straßen- und Schienenverkehr mit weniger CO2 Ausstoß
Der Klimawandel ist eine ernste globale Bedrohung, die eine umgehende Reaktion der Weltgemeinschaft erfordert. Alle müssen sofort handeln und richtungsweisende Entscheidungen und unmittelbare Maßnahmen zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen treffen. Die führenden Industrienationen haben dabei eine Vorbildfunktion für die sogenannten "Schwellenländer", damit diese rechtzeitig eine ökologische ausgerichtete Industrie und Lebensweise entwickeln.
Im Trockenjahr 2003 kam es zu den stärksten Ertragseinbußen in der Geschichte der Bundesrepublik
Quelle: Vereinigte Hagel 2006
Schäden der Landwirtschaft durch Wetterextreme in Deutschland (Schätzungen außer für Hagel).
Quelle: Alexander Wirsig und Prof. Dr. Dabbert, Universität Hohenheim
Was sagen die Bodenwissenschaftler der Universität Hohenheim Prof. Dr. Torsten Müller und Dr. Rudolf Schulz zu dem Aspekt Temperaturerhöhung des Kimawandels ?
"Ein Temperaturanstieg, wie für Südwestdeutschland vorausgesagt, wird potentiell die Umsatzraten der organischen Substanz im Boden erhöhen. Längerfristig wären damit negative Folgen für die Bodenfruchtbarkeit verbunden. Höhere Umsatzraten der organischen Substanz würden ferner zu einer positiven Rückkopplung mit dem CO2 führen und damit die Klimaänderungen weiter vorantreiben. Eine temperaturbedingte Steigerung der Evapotranspiration (Verdunstung über die Blätter) würde Trockenheit verstärken. Andererseits könnte ein Temperaturanstieg zu einer Verlängerung der Vegetationsperiode mit neuen Möglichkeiten für die Fruchtfolgegestaltung führen. Hierdurch könnte die Biomasseproduktion insgesamt gesteigert und über den erhöhten Anfall von Ernterückständen der Humusvorrat im Boden positiv beeinflusst werden."
Für die Veränderung des Bodenwassergehaltes und weiterer Parameter gibt es wieder andere Aspekte und Prognosen. Hinsichtlich des Pflanzenbaus sind alle diese Wechselwirkungen aber nur sehr schwer vorherbestimmbar, so dass die Landwirte die örtlichen Gegebenheiten und eigenen Möglichkeiten, wie z.B. eine intelligente Bewässerung, in Zukunft nutzen müssen.

Folgen von Sturmschäden und Erdrutsch im Schwarzwald
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