Landwirtschaft in Tierhaltung Rahmen- |
zu Landwirtschaft in unserer Gesellschaft: Landwirtschaft erleben: Tipps für Schüler und Schulklassen Die Entwicklung der Dörfer und der Strukturwandel in der Landwirtschaft kann in Lerngängen durch die Ortschaften und in Gesprächen mit älteren Landwirten oder Sachkundigen im Dorf erfahren werden. Aus den baulichen Entwicklungen der Hofstellen, der Lage der Höfe und der Ausdehnung der Siedlungsflächen ergeben sich interessante Aspekte. Die Aufgabe der örtlichen Molkerei bzw. später der Milchsammelstellen als täglicher Treffpunkt wird oft als Zeitpunkt genannt, ab dem die Kommunikation im Dorf nachließ. Zu Hause oder in der Nachbarschaft kann nachgefragt werden, wie viele Familien früher Landwirtschaft betrieben wer heute noch Landwirtschaft betreibt wer noch Landwirte in der Verwandtschaft hat wer noch im Dorf zur Arbeit geht und wer außerhalb welche Veränderungen in der Dorfentwicklungen positiv und welche negativ empfunden werden
Anfangs dieses Jahrhunderts fanden sich häufig Wandbilder in den Klassenzimmern, welche die bäuerliche Arbeit romantisierten. Solche Bilder aus den „guten alten Zeiten“ bilden einen guten Ansatz, über den Wandel in der Landwirtschaft und das Bild in unseren Köpfen zu sprechen. In den Freilichtmuseen im Land (Adressen im Anhang), aber auch in vielen örtlichen Dorfmuseen können die Entwicklungen der landwirtschaftlichen Praktiken, der Technik und der bäuerlichen Kultur nachvollzogen werden. Das Deutsche Landwirtschaftsmuseum in Stuttgart-Hohenheim bietet als Besonderheit eine große Auswahl an Filmen zu den verschiedenen Themenbereichen. Die Entwicklung der Mechanisierung in der Landwirtschaft („vom Klepper zum Schlepper“) und die Sammlung funktionsfähiger Modelle landwirtschaftlicher Maschinen lohnen ebenfalls einen Besuch. zu "von der Saat zur Ernte": Landwirtschaft erleben – Tipps für Schüler und Schulklassen Versuch: Betriebsbesuch: Besuche: Sofern sich in erreichbarer Nähe Verarbeiter anderer landwirtschaftlicher Erzeugnisse wie Ölmühlen oder eine Zuckerfabrik befinden, bieten sich auch diese für Besuche an. Einkauf: Amt für Landwirtschaft: Um die Umweltwirkung einzelner Anbauverfahren und Produktionsstrategien zu diskutieren, sind Vorkenntnisse über Pflanzennährstoffe und Nährstoffgehalte in Düngemitteln notwendig. Häufig kann die Abfrage von Vorurteilen (z.B. über den herkömmlichen Anbau, über Gülledüngung und chemischen Pflanzenschutz) die Erarbeitung einzelner Themenfelder einleiten. Detaillierte Informationen zur Vorbereitung können ebenfalls bei den Ämtern für Landwirtschaft abgefragt werden. zu Wiese- und Weidenutzung: Landwirtschaft erleben: Tipps für Schüler und Schulklassen Die Heuernte bildete besonders in früheren Zeiten, aber auch noch heute, eine ausgesprochene Arbeitsspitze. Damals, als der Einsatz von Technik gering war, waren alle Hände gefordert, auch die der Kinder. Sie hatten nachzurechen, führten die Zugtiere beim Aufladen und hatten andere leichte Arbeiten zu erledigen. In ländlichen Gebieten gab es daher Heuferien, die je nach Wetterlage kurzfristig anberaumt und bei Regen auch unterbrochen werden konnten. Für Stadtkinder bedeuteten Ferien Freizeit. Sie gingen derweil ihren Vergnügungen nach. An diesem Beispiel und an vielen anderen, bei denen Kinder aus Landwirtsfamilien am Nachmittag zu arbeiten hatten, lässt sich ihre damalige Benachteiligung aufzeigen. Mithilfe: Wandertage: Bestimmungsaufgaben: Dekoration: zum Weinbau: Landwirtschaft erleben: Tipps für Schüler und Schulklassen Der Weinbau mit seiner langen Tradition, seinem besonderen Flair und den vielfältigen Tätigkeiten im Weinberg, im Weinkeller und bei der Vermarktung hat etwas Faszinierendes an sich. Die Arbeit der Winzer und Weingärtner kann mit den Schülern und Schülerinnen das ganze Jahr hindurch begleitet werden. Dabei bietet sich ein Projektunterricht geradezu an. Auch im Weinbau ist der Einzug moderner Technik bereits in vollem Gange (z. B. Traubenvollernter). Hat damit das Traditionelle und Romantische ausgedient? Im Gespräch mit jungen und alten Winzern, ebenso aber mit Freizeitwinzern kann man Einblicke in den Jahresrhythmus und die Besonderheiten dieses Berufsstandes bekommen. Die Mithilfe in einem Weinberg bei der Traubenernte im Herbst oder beim Schneiden der Reben im Winter kann wohl am besten ein Stück Lebenskultur vermitteln. Erlebnisreich kann auch der Besuch im Weinbaumuseum sein. zur Tierhaltung: Landwirtschaft erleben: Tipps für Schüler und Schulklassen: Keule, Schinken, Kotelett?: Beim örtlichen Metzger kann man sich einmal zeigen lassen, welche Fleischpartien in der Ladentheke liegen und welches Fleisch zur Wurstherstellung verwendet wird. Fast in Vergessenheit gerät, dass Nutztiere neben Fleisch und Milch noch andere Rohstoffe liefern. Welche traditionellen Berufe entwickelten sich aus der Verarbeitung solcher Nebenprodukte und gibt es diese Berufe heute noch? zu "vom Kalb zur Kuh": Landwirtschaft erleben: Tipps für Schüler und Schulklassen Erlebnisreich ist der Besuch der regelmäßig stattfindenden regionalen Tierversteigerungen. Hier kann man sich über die Merkmale einer guten Kuh oder eines Zuchtbullen kundig machen und die besondere Atmosphäre eines Markttages hautnah erleben. Die Termine und Adressen können bei den Ämtern für Landwirtschaft erfragt werden Ein Gang durch den Kuhstall gehört zu jedem Besuch auf einem Bauernhof. Dabei ist es auf den ersten Blick gar nicht so einfach, die Tiere nach ihren Nutzungsrichtungen und Altersgruppen zu unterscheiden. Kälber, Kühe und Bullen sind ja recht leicht zu unterscheiden, aber was ist der Unterschied zwischen Jungrind und Kalbin? Wenn man sich die verschiedenen Funktionsbereiche im Stall und die unterschiedlichen Tiergruppen erklären lässt, kann man leichter verstehen, welche unterschiedlichen Ansprüche die verschiedenen Gruppen haben. Beeindruckend ist immer wieder, wenn man einmal selbst die tägliche Futterration für Kälber, Kühe oder Mastbullen zusammenstellen kann. Wenn der Landwirt einverstanden ist, können sich die Schüler ja selbst mal auf die Suche nach geeignetem Futter machen. So kann man auch erfahren, was in den unterschiedlichen Silos und Lagerräumen alles steckt. Hat man die Berge von Gras, Heu, Silage und Getreide vor Augen, stellt sich natürlich die Frage, wo die Ausscheidungen hingelangen, wie und wo diese aus dem Stall gelangen und wieder als Wirtschaftsdünger auf den Feldern ausgebracht werden. Die unterschiedlichsten Aspekte der Tierhaltung eignen sich, um den landwirtschaftlichen Betrieb als mehr oder weniger geschlossenen Kreislauf zu beschreiben: welche Produkte (und damit Nährstoffe) gehen aus dem Betrieb, welche Produkte werden zugekauft?
Worauf sollte man beim Einkauf von Milch direkt beim Bauern achten? Unter Milch versteht man im allgemeinen Kuhmilch. Die Milch anderer Tierarten oder Mischungen mit Kuhmilch müssen deshalb im Handel besonders gekennzeichnet werden. Milch muss unmittelbar nach dem Melken aus dem Stall gebracht und gekühlt werden, denn sie bietet nicht nur den erwünschten, sondern auch unerwünschten Keimen einen idealen Nährboden. Uns steht heute eine reiche Auswahl an frischen und haltbaren Konsummilchsorten zur Verfügung. Aufgrund der hervorragenden Stellung der Milch und ihrer breiten Produktpalette im Spektrum der Nahrungsmittel, gibt es eine ganze Reihe von gesetzlichen Regelungen , die dieses Lebensmittel von der Erzeugung über die Lagerung, den Transport bis hin zur Verarbeitung und Vermarktung begleiten und schützen. Die zunehmende Beliebtheit der Milch-Direktvermarktung vom Bauernhof gibt Anlass, auf die bestehenden Hygienemaßnahmen für Erzeuger - aber auch für Verbraucher/innen - hinzuweisen: Nach dem Milchgesetz darf nur Milch von gesunden Kühen angeboten und zur Herstellung von Milcherzeugnissen und anderen Lebensmitteln verwendet werden. Ab-Hof-Verbraucher/innen müssen vom Landwirt darauf hingewiesen werden, dass frische Milch vor dem Verzehr abgekocht werden soll. Durch Erhitzen der Milch können vorhandene Keime abgetötet und auch die Haltbarkeit der Milch verlängert werden. zu Schafhaltung: Tipps für Schüler und Schulklassen In Baden-Württemberg gibt es noch rund 4.500 schafhaltende Betriebe. Ein Besuch in einer Schäferei ist immer ein besonderes Erlebnis. Schüler/innen können sich mit den Schäfer/innen über deren Beruf und Leben mit den Schafen unterhalten und Interessantes über den Wandel in der Schafhaltung erfahren. In den Städten Markgröningen, Bad Urach, Wildberg und Heidenheim finden traditionelle Schäferfeste statt, die Schäferläufe. Im Rahmen dieser Feste wird jeweils ein Leistungshüten abgehalten. Schäfer und Schäferinnen zeigen dort wie gut sie es verstehen mit einer fremden Schafherde eine vorgegebene Strecke mit verschiedenen Schwierigkeiten zu wandern. Dabei kann man die Arbeit der Hütehunde beobachten und erhält einen Eindruck von den anspruchsvollen Aufgaben der Schäfer/innen. zu Perdehaltung: Tipps für Schüler und Schulklassen Das Haupt- und Landgestüt Baden-Württembergs liegt mitten in wunderschönen Ausflugszielen auf der Schwäbischen Alb. Nicht nur zu den Hengstparaden, bei denen die Zuchthengste, die Stuten und Fohlen präsentiert werden, lohnt sich ein Ausflug dorthin. In Marbach gibt es das ganze Jahr über Veranstaltungen rund ums Pferd. Im ganzen Land gibt es Pferdemärkte oder Rossfeste bei denen man mit pferdebegeisterten Menschen ins Gespräch kommen kann. Manche von ihnen haben vielleicht noch mit Pferdegespannen in der Landwirtschaft gearbeitet. zu Wirtschaftsunternehmen landwirtschaftlicher Betrieb: Landwirtschaft erleben – Tipps fürSchüler und Schulklassen Das Thema eignet sich weniger für jüngere Schüler/innen als für solche aus älteren Klassen. Wichtig ist hier in besonderem Maße das Vorliegen eines Betriebsspiegels, aus dem die Grundzüge der Organisation des besuchten Betriebes ersichtlich sind. Folgende Fragenkomplexe könnten angesprochen werden: Welche schulische und welche berufliche Ausbildung besitzt der/die Landwirt/in, welche der/die zukünftige Betriebsleiter/in, der Hoferbe? An welchen Fortbildungsmaßnahmen nimmt der/die Landwirt/in (und der/die künftige Betriebsleiter/in) teil? Welche Gründe hat die gewählte Betriebsorganisation? Welche Betriebszweige bilden Schwerpunkte, welche sind von untergeordneter Bedeutung? Wie sah die Organisation etwa vor 10 Jahren aus? Welche Gründe führten zu einer Neuausrichtung? Welche größeren Investitionen waren damit verbunden und wie hoch waren die Kosten? Die gleichen Fragen können zu den Überlegungen hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung des Betriebes gestellt werden. Inwieweit erfolgt eine Zusammenarbeit auf bestimmten Gebieten mit Berufskollegen/innen. Was ist dabei zu beachten? Bei Betriebszweigen, deren Produktpreise nicht von der staatlichen Agrarpolitik abhängen, können Fragen nach den Gründen für die Aufnahme dafür gestellt werden. Welche Maßnahmen hat der Landwirt getroffen, um hier erfolgreich zu sein, z. B. Werbung? Was bietet er seinen Kunden bei starker Konkurrenz, beispielsweise bei der Pensionspferdehaltung? zu Landwirtschaft und Umwelt: Landwirtschaft erleben: Tipps für Schüler und Schulklassen Wanderung: Während eines Ausflugs oder einer Wanderung durch die (Kultur)-Landschaft ist es interessant, festzustellen, welche menschlichen Eingriffe in die Naturlandschaft im Laufe der Zeit stattgefunden haben und die Frage zu klären, warum sie gemacht wurden. Dabei kann man kritisch urteilen, ob die Veränderungen sinnvoll, unnötig oder gar schädlich sind. Gespräch mit Landwirten: Häufig ergeben sich durch gezielte Fragestellungen im Gespräch mit Landwirten interessante Aspekte, ohne dass man mit Zahlen und ökonomischen Sachzwängen überhäuft wird. Der Landwirt hat heute Gründe, warum er welche Kulturen auf welchem Standort anbaut, warum er welche Art der Tierhaltung gewählt hat. Einblicke in den landwirtschaftlichen Alltag ergeben sich für Schüler der Oberstufe auch dadurch, dass man mit Landwirten über Vermarktungsmöglichkeiten von Produkte, über staatliche Ausgleichsleistungen für bestimmte Produktionsverfahren oder über umweltbedingte Produktionsauflagen (Stallbau, Düngung, Pflanzenschutz) diskutiert. Befragung: Spannend ist eine Befragung von Bürgern, Landwirten und Touristen in Regionen mit Fremdenverkehr. Was erwarten die Touristen von der Landschaft? Ist die Bevölkerung bereit, für die Landschaftspflege, für die Offenhaltung der Landschaft zu bezahlen? . zu Artenvielfalt: Landwirtschaft erleben: Tipps für Schüler und Schulklassen Aktiver Naturschutz: Naturschutz ist eine Aufgabe, die jeden etwas angeht. Viele Naturschutzverbände und -initiativen bieten - auch für Schüler/innen - Projekte an, in denen man sich aktiv an Maßnahmen zur Förderung der Artenvielfalt beteiligen kann. Es muss ja nicht immer eine „Bachputzete“ sein, um den Kindern und Jugendlichen das Verständnis für ökologische Zusammenhänge zu erleichtern. Gerade bei der aktiven Teilnahme - beispielsweise der Pflanzung von Streuobstbäumen, der Anlage von Feuchtbiotopen, der Mahd von Biotopen oder ganz einfach beim Auflesen von Äpfeln auf einer Streuobstwiese - kann man die Lebensräume am Besten beobachten. Mithilfe in der Landwirtschaft: Wer draußen selbst mitarbeitet, hat dadurch auch den direkteren Bezug zur Landwirtschaft und kann mit den Landwirten aus der Nachbarschaft über die konkreten Maßnahmen reden. Wie oft werden beispielsweise die Wiesen gemäht oder: woher kommen die Lesesteinhaufen, welchen Tieren und Pflanzen dienen sie als Lebensraum? Ausflüge: Auch bei einer Wanderung kann man verschiedene Landschaftselemente erkennen, dokumentieren und die Frage stellen, wie es „vor der eigenen Haustüre“ um die Vernetzung der Lebensräume einzelner Tier- und Pflanzenarten bestellt ist. Besuch beim Imker: Die meisten Imker haben ein großes Wissen nicht nur über Bienen, sondern auch über eine Vielzahl von Pflanzenarten, da diese die Grundlage der Imkerei darstellen. Ein Besuch bei einem Imker bietet interessante Einblicke in die Bienenhaltung und gibt Gelegenheit Fragen über die Beziehung zwischen Insekten und Artenvielfalt zu stellen. Grünlandbeurteilung: In der Zeit zwischen Mitte Mai und Mitte Juni blühen die meisten Wiesenkräuter. Eine Schulklasse kann auf einer bestimmten Wiese alle Blütenpflanzen bestimmen und so feststellen ob es sich um artenreiches Grünland handelt. Dokumentation: Eine Gruppe von Schülern und Schülerinnen könnte sich auch vornehmen, eine Dokumentation aus der örtlichen Tagespresse zu erstellen, was im Laufe eines Jahres in der Gemeinde für den Artenschutz getan wurde. PLENUM: Überaus interessant für Schulklassen ist sicherlich das Projekt PLENUM ( P rojekt des L andes zur E rhaltung und Entwicklung von N atur und Um welt). Dieses Projekt strebt an, in 20 ökologisch besonders hochwertigen Gebieten, die rund 20% der Fläche Baden-Württembergs umfassen, die ökonomischen und ökologischen Belange in Einklang zu bringen. Besonders wichtig ist hierbei der Aufbau und die Förderung regionaler Vermarktungsstrukturen für umweltgerecht erzeugte landwirtschaftliche Produkte (Adresse im Anhang). zu Wasserschutz: Landwirtschaft erleben – Tipps für Schüler und Schulklassen Über die Lage der einzelnen Wasserschutzgebiete im Dienstbezirk kann das Amt für Landwirtschaft Auskunft erteilen. Bei dem Besuch eines landwirtschaftlichen Betriebes mit Flächen in Wasserschutzgebieten sollte das Problem der Düngung und der Bodenbearbeitung allgemein angesprochen werden: Wie werden die Kulturen außerhalb und innerhalb der Wasserschutzgebiete gedüngt? Wozu dienen die einzelnen Maßnahmen? Was soll durch die Vorgaben erreicht werden? Welche Vorteile ergeben sich für Verbraucher/innen? Musste der/die Landwirt/in den Viehbestand reduzieren, da die anfallenden Güllemengen nicht mehr auf den Betriebsflächen zur Düngung ausgebracht werden konnten? War es erforderlich, die Lager für Gülle zu erweitern, um sie infolge der Ausbringungsverbote in bestimmten Zeiten längere Zeit zu lagern? Gibt es verstärkt Arbeitsspitzen nach der Ernte infolge der zusätzlichen Auflagen zu der Bodenbearbeitung und zu dem Anbau von Zwischenfrüchten? Interessant sind sicherlich auch weitere vergleichende Erfahrungen, die der/die Landwirt/in bei der Bewirtschaftung seiner Flächen inner- und außerhalb von Wasserschutzgebieten gemacht hat. zu Bodenschutz: Landwirtschaft erleben – Tipps für Schüler und Schulklassen Das Wissen über den Boden ist wenig verbreitet. Es empfiehlt sich daher den Schülern/innen den Boden anhand einer Spatenprobe zu zeigen. Aufschlussreich ist hierbei die Betrachtung mit Hilfe einer Lupe, bei dem das Bodenleben demonstriert werden kann, soweit es für das Auge sichtbar ist. Auch die Durchlässigkeit verschiedener Böden (Sand, Löss, Ton) für Wasser kann gezeigt werden. Anhand von Ergebnissen der Bodenuntersuchungen kann die Zusammensetzung (Korngrößen) von zwei verschiedenen Böden gezeigt werden. Ebenso kann der/die Mitarbeiter/in des Amtes Ergebnisse von chemischen Bodenuntersuchungen zeigen und interpretieren. Auch ist es empfehlenswert, den Schülern/innen mit Hilfe des Bohrstockes oder gar eines Aufschlusses (Baugruben!) die Unterschiede der einzelnen Böden und Bodentypen nahe zu bringen. zu Pflanzenschutz: Landwirtschaft erleben – Tipps für Schüler und Schulklassen Bei Besuchen von landwirtschaftlichen Betrieben können soweit möglich Unkräuter - diese sind oft kulturartenspezifisch wie der Windhalm im Wintergetreide – pilzliche Schädlinge, Viruserkrankungen und Insekten und ihre Schäden demonstriert werden. Der Landwirt kann zu seinen Überlegungen zu den Schadensschwellen bei einzelnen Kulturen bzw. Schädlingen befragt werden. Zudem empfiehlt es sich, sich ein Pflanzenschutzgerät und seine Arbeitsweise erläutern zu lassen. Großen Diskussionsstoff bieten weiter Fragen zum Pflanzenschutz und seine Wirkungen auf die Umwelt.
zu Verbraucherschutz:
Landwirtschaft erleben: Tipps für Schüler und Schulklassen EU-Normen und Handelsklassen: Unsere Lebensmittel werden zumeist in EU-Normen und in Handelsklassen bewertet. Produkte, welche die Anforderungen nicht erfüllen, können über den Lebensmittelhandel nicht vermarktet werden. Vor allem bei Obst und Gemüse stellt sich oft die Frage, wem diese Art der Klassifizierung gerecht werden soll. Schüler/innen können beispielsweise bei Vergleichen unterschiedlicher Apfelsorten selbst gut beurteilen, ob die Klassifizierung der Äpfel nach Farbanteilen und nach dem Durchmesser der Früchte sinnvoll ist, oder ob der Geschmack entscheiden sollte. Viele traditionellen Obstsorten lassen sich nicht mehr vermarkten, weil sie die Anforderungen an Transport und Lagerung nicht erfüllen. Besuch im Großmarkt: Eindrucksvoll ist der Besuch von regionalen Großmärkten für Obst und Gemüse, auf denen sich viele Händler/innen und Verarbeiter/innen (Großküchen, Gaststätten) mit dem täglichen Bedarf eindecken. Allerdings muss man sehr früh aufstehen, da sich hier das Leben zwischen 5 Uhr und 7 Uhr morgens abspielt. Betriebsrundgang: Bei einem Gang durch ältere Streuobstwiesen und neue Obstanlagen kann man von den Obstbauern erfahren, wie sich die Ansprüche von Verbrauchern/innen und Händlern/innen gewandelt haben. Auch das Gespräch mit staatlichen Lebensmittelkontrolleuren/innen gibt einen interessanten Einblick in den Bereich der Auflagen und Vorschriften, die erfüllt werden müssen. Projekt: Am „grünen Tisch“ der Schule können Schüler/innen eine Landkarte erstellen mit den Wegen, die ihr tägliches Essen - die Lebensmittel und deren Verpackung - von der Erzeugung über die Verarbeitung zurückgelegt haben, bis sie auf dem Tisch stehen. Besuch im Ernährungszentrum: Lohnend ist auf jeden Fall ein Besuch bei den Ernährungszentren der Ämter für Landwirtschaft. Besuch einer Fachfrau für Kinderernährung: Besonders geschulte Fachfrauen für Kinderernährung kommen auf Wunsch in die Klassen, um Unterrichtseinheiten zum Thema Ernährung, Elternabende oder Projekte zu gestalten. Adressen der zuständigen Fachfrauen können bei den Landwirtschaftsämtern (siehe Anhang) erfragt werden. Landwirtschaft erleben: Tipps für Schüler und Schulklassen Die ökologische Wirtschaftsweise sieht man einem landwirtschaftlichen Betrieb nicht auf den ersten Blick an. Auch auf diesen Betrieben wird der technische Fortschritt zur Rationalisierung der Arbeit und zur Steigerung des Einkommens eingesetzt. Bei einem Rundgang über die Felder und Wiesen des Betriebes wird die Umstellung auf die ökologische Wirtschaftsweise schon deutlicher erkennbar. Das Spektrum der angebauten Pflanzenarten, v.a. jener Kulturen, die der Förderung der Bodenfruchtbarkeit dienen (Kleegras, Körnerleguminosen), ist meist größer als bei konventionell oder integriert wirtschaftenden Betrieben in der Nachbarschaft. Doch wie werden diese Kulturen im Betrieb verwertet, wie verkauft? Von Landwirten/innen - oder auch von den regionalen Erzeugergemeinschaften - kann man sich die Verarbeitungs- und Vermarktungswege von kontrolliert ökologisch erzeugten Nahrungsmitteln aufzeigen und erläutern lassen. „Dem Bio auf der Spur“: es ist sehr interessant, sich von Fachleuten durch den Dschungel der Warenzeichen auf dem Biomarkt führen zu lassen. Welche Produkte sind echte Bioprodukte, welche sind die „Trittbrettfahrer“? zu Flurneuordnung: Landwirtschaft erleben – Tipps fürSchüler und Schulklassen Zuständig für die Flurneuordnung sind in unserem Lande die Ämter für Flurneuordnung und Landentwicklung mit denen Kontakte geknüpft werden sollten, wenn Schüler/innen ihre Arbeit kennen lernen sollen. Es empfiehlt sich, nach einer Vorbesprechung des/der Lehrersin, einen Mitarbeiter des zuständigen Amtes die Flurbereinigung allgemein und über das jeweilige Verfahren speziell referieren zu lassen. Vor Ort kann den Schülern/innen beispielsweise die Einstufung der Flächen in Güteklassen demonstriert werden. An einer Karte kann der Zustand der Gemarkung vor und nach dem Verfahren aufgezeigt werden. Wo verliefen früher die Flurstücksgrenzen, wie sah das Wegenetz aus? Wie viele Flurstücke gab es vor dem Verfahren und nach dem Abschluss? Weitere Themen können sein: Die Auswirkungen auf die Agrarstruktur (Acker- Grünlandverhältnis, Aussiedlungsbetriebe und Schuppenanlagen, die im Zuge des Verfahrens errichtet wurden), Flächen, die der Natur überlassen bleiben oder die der Natur zugeführt wurden (z.B. Baumpflanzungen), Flächen auf denen wegen ihres geringen landwirtschaftlichen Wertes Wald angelegt werden soll, bzw. wurde. Weitere Fragen können den Kosten des Verfahrens gelten sowie nach der Beteiligung der Landwirte und Grundstückseigentümer daran. Nacharbeitung und Dokumentation der Besichtigung erscheinen angebracht.
zu Landwirtschaft und Fortschritt: Landwirtschaft erleben – Tipps für Schüler und Schulklassen Der technische Fortschritt lässt sich bei dem Besuch eines landwirtschaftlichen Betriebes nur bedingt zeigen. So kann der mechanisch - technische Fortschritt beispielsweise am Mähdrescher, kaum jedoch die technischen Vorgängergenerationen der Getreideernte gezeigt werden. Allenfalls kann das im Gespräch mit älteren Landwirten erfolgen. Empfehlenswert ist ein Besuch in einem Landwirtschaftsmuseum verbunden mit einer Führung, die die früheren Methoden, beispielsweise der Getreideernte, anschaulich zu erläutern vermag. Landwirtschaft erleben – Tipps für Schulklassen Die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe, die nachwachsende Rohstoffe anbauen, oder elektrischen Strom aus tierischen Abgängen gewinnen, nimmt zu. Dagegen sind Betriebe, die Biogas gewinnen, schwerer zu finden. Bei den nachwachsenden Rohstoffen kann das Thema diskutiert werden, für welche Zwecke sie verwendet werden und wie Absatz und Preisbildung erfolgen. Bei der Energiegewinnung aus Biogas ist es sicherlich reizvoll, die Technik zu erkunden und die Frage zu behandeln, welche Zusatzstoffe aus welchen Quellen bei der Gewinnung Verwendung finden. Auch sollte die Frage besprochen werden, warum der/die Landwirt/in die Biogasgewinnung aufgenommen hat und was mit der so gewonnen Energie geschieht. Ebenso kann die Frage nach der Wirtschaftlichkeit ihrer Gewinnung erörtert werden. zu heimische Landwirtschaft: Landwirtschaft erleben – Tipps für Schüler und Schulklassen Das Thema Landwirtschaft im Wandel eignet sich sicherlich eher für Gespräche mit älteren Schülern/innen. Bei dem Besuch eines Betriebes sollte es jedoch unbedingt behandelt werden. Fragekomplexe können sein: Die familiäre Situation des Betriebes, also Alter der Betriebsleiterfamilie, Ausbildung, Zukunftsaussichten für den Betrieb, größere Investitionen. Falls bereits ein/e Hofnachfolger/in vorgesehen ist: Schulbildung und (geplante) Berufsausbildung, Aus- bzw. Fortbildung in einem fremden Betrieb, Berufstätigkeit im Ausland. Besteht der Wille auf Übernahme des Betriebes? Wenn nicht: Wie soll es mit dem Betrieb weiter gehen? Im PDF-Format ausdrucken 36 KB |
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