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Rapsanbau zur Rapsölgewinnung |
Biodieselstation "Marke Eigenbau" |
Die vermehrte Nutzung landwirtschaftlicher Flächen zur Energiegewinnung hat nicht nur Auswirkungen auf die Pacht- und Lebensmittelpreise. Neben einem flächenübergreifenden Umbruch von klassischen Grünlandflächen werden auch Gehölz- und Baumstrukturen systematisch beseitigt. Durch Energie aus Biomasse findet eine dramatische Umnutzung der Kulturlandschaft statt, wobei die augenblickliche Entwicklung eine Verarmung der Landschaft (Mais und Raps) zur Folge hat, sowohl optisch als auch bezüglich der Artenvielfalt.

Foto: MLR LWH 2006
Die Gewinnung von Biokraftstoff aus i Raps
Die Erzeugung und Verwertung nachwachsender Rohstoffe gewinnt zunehmende Bedeutung für die Bereitstellung von Antriebsenergie für Automobile. Mit dem Anbau ölhaltiger Pflanzen stehen nicht nur der Landwirtschaft Energieprodukte zur Verfügung, sondern diese Energieprodukte können auch für den allgemeinen Autoverkehr eingesetzt werden. Das Öl aus den geeigneten Samen (z.B. Rapssamen) kann als Treibstoff für Motoren und als Schmierstoffe, der Presskuchen als Futter und das Stroh zur Düngung oder als Heizmaterial verwendet werden.
Rapsölgewinnung:

Vorteile der Rapsölnutzung als Energieträger :
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Ungiftig
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Biologisch schnell abbaubar
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Wassergefährdungsklasse 0
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Stark reduzierte Unfall- bzw. Feuergefahr da hoher Flammpunkt bei 300 Grad Celsius
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(Biodiesel 120 C, Diesel 55 C)
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Kurze Transportwege Ein aktiver Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz, da das Fahrzeug CO2-neutral fährt, d.h. das CO2, das bei der Verbrennung ausgestoßen wird, hat die Pflanze während ihrer Wachstumszeit bereits zu Öl umgewandelt.
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Es wird also kein zusätzliches CO2 produziert, im Gegensatz zu fossilen Treibstoffen.
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Erhaltung der Fläche in kulturfähigem Zustand, Schonung begrenzter fossiler Rohstoffe,
Schaffung neuer Arbeitsplätze
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Unterstützung der heimischen Landwirtschaft
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Nutzung von Ölpflanzen auf Stilllegungsflächen ohne Verzicht auf die entsprechende Prämie.
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Kein Ausstoß von Schwefeloxiden
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Dezentrale Öl- und Futtermittelherstellung möglich
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Geringer Energieeinsatz bei der Herstellung
Der technologische Fortschritt ermöglicht Biokraftstoffe der zweiten Generation, welche z.B. aus Zellulose und zunehmend wirtschaftlicher hergestellt werden können.
Biokraftstoff |
Liter Kraftstoff pro Hektar |
Bioethanol aus Lignozellulose
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0640
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Biodiesel aus Raps
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1408
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Bioethanol aus Getreide
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1660
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BtL (Biomass-to-Liquid)
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3907
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Bioethanol aus Zuckerrüben
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4054

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Bio-Wasserstoff
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4742

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Biogas
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4980  |
Die aktuelle Biodiesel- und Ethanolproduktion und die sich daraus ergebenden gesellschaftlichen Auswirkungen am Beispiel Indonesiens und der USA
In Indonesien boomt die Biodieselproduktion aus Palmöl. So stieg der Export nach Europa im Jahre 2006 um 20 %. Zahlreiche Biodieselfabriken und Palmölraffinerien werden gebaut. Die gute Qualität des Palmöls ermöglicht das Aufmischen von 1 Teil Palmöl zu 10 Teilen Diesel ohne dass Veränderungen an der Technik der Kraftfahrzeugmotoren nötig wären.
Zurzeit werden in Indonesien 6,5 Millionen Hektar mit Ölpalmen bepflanzt, welche ca. 110 Millionen Liter Rohpalmöl ergeben. Ein Viertel dieser Produktion geht in den Export.
Die Pläne des indonesischen Landwirtschaftsministeriums sehen vor, die Produktion um das vierzigfache zu steigern und 40 % des Palmöls im Land zu Biodiesel zu verarbeiten.
Foto: MLR LWH 2006
Bezogen auf den Weltmarkt könnten Malaysia und Indonesien auf 22 Millionen Hektar "degradiertem Land" (noch bis vor ein paar Jahren intakter Regenwald) Ölpalmplantagen errichten und damit zur Lösung der Energieprobleme Chinas, Japans und der USA beitragen. Das Geschäft lohnt sich vor allem dann, wenn zuvor noch an der Abholzung des Tropenholzes verdient werden kann. Viele Waldbrände werden von Plantagenunternehmen gelegt, um degeneriertes Land zu schaffen, welches dann als Palmölplantage wieder mit Hilfe von staatlichen Mitteln aus dem Wiederaufforstungsfond bepflanzt werden kann. Allein im indonesischen Kalimatan sind durch den "Biodieselboom" ca. 3 Millionen Hektar Regenwald für die Anlage von Plantagen vernichtet worden und nur ein Zehntel (300.000 ha) wirklich bepflanzt worden. Der Verlust dieser Wälder bedeutet das Ende zahlreicher Arten, da der tropische Regenwald Indonesiens zu den wertvollsten Ökosystemen der Erde zählt.

Foto: MLR LWH 2006
Eine Entwicklung, welche in den USA zu beobachten ist, verhilft der Ethanolgewinnung zur Beimischung zu Benzin oder als Benzinersatz zum Durchbruch.
Dort sind die Benzinpeise in den letzten Jahren für amerikanische Verhältnisse enorm gestiegen (über 100 % auf z.Z. 0,60 Cent/l), so dass sich der Maisanbau zur Enegiegewinnung (Ethanol) rentiert.
Zu den Nebenerscheinungen der hohen Ethanolproduktion gehören auch steigende Mais-Preise.
Aber auch die Preise für Maismehl verteuern sich kräftig. Für für die arme Bevölkerung Südamerikas, welche hauptsächlich von Polenta und Maisfladen lebt, ist dies eine Katastrophe. Mittlerweile gibt es 114 Ethanol-Anlagen in den USA.
Knapp ein Viertel der US-Maisernte wird derzeit zur Ethanol-Produktion genutzt und
immer mehr US-Farmer werden vom Ethanolfieber angesteckt. Viele Automotoren fahren bereits mit
einer Mischung aus 85 Prozent Ethanol und 15 Prozent Benzin, genannt E85. Werden in den USA die landwirtschaftlichen Flächen vermehrt für die Energieproduktion anstatt für die Getreideproduktion genutzt, hat dies auch auf die Vorratsbestände von Getreide bzw. die Preise für Getreide am Weltmarkt Auswirkungen.
Ähnliche Tendenzen finden in Brasilien statt. Dort wird Ethanol aus Zuckkerrohr gewonnen.
Die eigentlich bedeutsamen Nebenwirkungen bei dieser Entwicklung sind die langzeitlichen Auswirkungen für die Böden und die Ökologie.
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Noch immer auf Platz 1 : Die Nutzung von Mais als Energiepflanze im Futterbau. Aus Mais wird aber auch Bioethanol zum Betreiben von Motoren gewonnen.
Grundlegende Fragen gegenüber der Nutzung neuer Energieformen aus Biomasse
Gibt es in der EU ausreichend günstigen Platz zum Anbau von Energiepflanzen ?
Wie wirkt sich der Anbau von Energiepflanzen auf die Marktpreise von Lebensmittel, die Futterkosten und den Bodenpreis aus?
Gibt es eine Koexistenz Nahrungs- und Energieproduktion? Können einheimische Energiepflanzen mit tropischen Importen konkurrieren? Zerstört der Import von Energiepflanzen oder Bioenergie aus Drittländern Regenwälder oder andere Ökosysteme? Ist die EU-Biodiesel-Richtlinie ökologisch und sozial verträglich?
Diese Fragen sollten öffentlich diskutiert und bedacht werden um langfristig sinnvolle Entscheidungen zu treffen.

Die Früchte der Kürbispflanze werden seit Jahrtausenden als Lebensmittel genutzt, eignen sich aber auch zur Biomasseproduktion für die Energiegewinnung
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