Landwirtschaft in
Baden-Württemberg


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Wie werde ich Landwirt/Landwirtin ?
Aufgaben der Landwirtin, des Landwirts:
 
- Ernährung der Bevölkerung
- Rohstoff- und Energielieferant
- Landschaftspflege

Landwirtin reinigt das Melkgeschirr


Landwirt sät Zwischenfrüchte aus

BLV, Bonn/Fotos: Thomas Stephan

Vielfältige Tätigkeitsbereiche eröffnen sich dem in der Landwirtschaft tätigen Menschen:

 

• Getreide- und Maisanbau
• Hackfruchtanbau
• Feldfutterbau

• Grünlandbewirtschaftung
• Rindviehhaltung
• Schweinehaltung
• Geflügelhaltung
• Pferde- und Schafhaltung

Immer wichtiger werden auch die Aufgaben im Umweltschutz:

  • Die Erzeugung von pflanzlichen und tierischen Produkten unter Beachtung der ökologischen Zusammenhänge und des Tierschutzes
  • Die Erzeugung von gesunden Lebensmitteln
  • Schonende Behandlung von Böden, Wasser und Luft und bestehende Belastungen abbauen


Welche Voraussetzungen sind erforderlich?

    • Möglichst erfolgreicher Abschluss der Hauptschule. Höhere schulische Qualifikationen erleichtern die berufliche Aufstiegsfortbildung und sind Voraussetzung für ein Studium in der Landwirtschaft.
    • Interesse an Natur und Umwelt sowie am Umgang mit Tieren
    • Handwerkliches Geschick und kaufmännisches Verständnis
    • Körperliches Leistungsvermögen und Ausdauer
    • Schlepperführerschein (Klasse L bzw.T) ist von Vorteil

Wie läuft die Ausbildung ab?

    • 3 Jahre (ggf. 2 Jahre) in mindestens 2 Betriebszweigen der Pflanzenproduktion und 2 Betriebszweigen der Tierproduktion und begleitender Berufsschulunterricht
    • Ergänzung durch überbetriebliche Lehrgänge
    • Abschlussprüfung "Landwirt / Landwirtin"

Die Ausbildungszeit kann auf Antrag auf zwei Jahre verkürzt werden, wenn zu erwarten ist, dass das Ausbildungsziel in der verkürzten Zeit erreicht wird. Im allgemeinen erhalten eine Lehrzeitverkürzung nur Personen mit Fachhochschulreife oder Abitur oder Auszubildende die bereits einen Beruf erfolgreich abgeschlossen haben.


BLV, Bonn/Foto: Thomas Stephan

BLV, Bonn/Foto: Thomas Stephan


Abschluss eines Ausbildungsvertrages

Im Ausbildungsvertrag muß enthalten sein:

- Dauer der Probezeit
- Wochenarbeitszeit
- Urlaubsanspruch
- Vergütung
- Dauer der Ausbildung
- Pflichten und Rechte der Vertragspartner
- Berufsschulbesuch/Berichtsheftführung
u.a.

Der Ausbildungsvertrag muß dann zusammen mit dem Ausbildungsplan bzw den Zeugnissen, Schulzeugnisse, ärztliches Untersuchungszereugniss, sonstige Zeugnisse bei der zuständigen Stelle eingereicht werden.

Welche Fortbildungsmöglichkeiten bestehen?

    • Landwirtschaftsmeister
    • Staatlich geprüfter Betriebswirt
    • Fachagrarwirt in den Bereichen: Rechnungswesen, Landtechnik, Golfplatzpflege, Baumpflege und Baumsanierung, Hufpflege, Leistungs- und Qualitätsprüfung, Besamungswesen
    • Staatlich geprüfter Natur- und Landschaftspfleger
    • Geprüfter Klauenpfleger
    • Agrarbetriebssekretärin
    • Fachhochschul- bzw. Hochschulstudium in der Landwirtschaft

BLV,Bonn/Foto: Thomas Stephan

 

Arbeits- und Beschäftigungsmöglichkeiten in der Landwirtschaft

Der weitergehende Strukturwandel in der Landwirtschaft wird auch in Zukunft einen großen Bedarf an landwirtschaftlichen Fachkräften für immer mehr große Spezialbetriebe erforden. Auch im Dienstleistungsbereich der vor- und nachgelagerten Bereiche (vom Saat- und Futtermittelhandel bis zum Landmaschinenbau und zur Energiegewinnung) werden Landwirtinnen und Landwirte durch ständige Fort- und Weiterbildungen gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben.

Zur Einkommenssituation in der Landwirtschaft

Im „Ernährungs- und agrarpolitische Bericht der Bundesregierung“ wird folgender Rückgang der Einkommen der landwirtschaftlichen Haupterwerbsbetriebe ausgewiwsen:

Wirtschaftsjahr                        Gewinn je Unternehmen in Euro

2000/2001                                          35.962
2001/2002                                          33.593
2002/2003                                          26.957


Seit einigen Jahren erleben die Haupterwerbsbetriebe erhebliche Einkommenseinbußen z.B durch den sinkenden Milchpreis.

• In der Alterssicherung der Landwirte erhalten Landwirte und Ehegatten mit niedrigem Einkommen (Summe der positiven Einkünfte) nach Einkommensklassen gestaffelte Zuschüsse zum Beitrag. Dabei wird bei Ehegatten das Einkommen beider Ehegatten addiert und jedem hälftig zugeordnet.
Von den insgesamt 327.504 Ende 2003 anspruchsberechtigten Versicherten hatten 128.017 Personen bis zu einem Grenzeinkommen (alle Einkünfte) von 15.500 Euro im Jahr einen Anspruch auf Beitragszuschuss.
Etwa 40.000 Personen wiesen ein Einkommen von weniger als 8.220 Euro/Jahr aus.
Die Daten belegen die äußerst schlechte Einkommenssituation in der Landwirtschaft.

Zu der Verbesserung der Ertragslage im Jahr 2005 haben insbesondere die deutlichen Erlössteigerungen im Ackerbau durch höhere Preise für Getreide, Kartoffeln und Zuckerrüben beigetragen.
Einkommensmindernd wirkten sich hauptsächlich der weitere Rückgang der Milchpreise, die trockenheitsbedingten geringeren Hektarerträge sowie die gestiegenen Aufwendungen aus .

Bei den einzelnen Produktionszweigen ergaben sich bei den landwirtschaftlichen Haupterwerbsbetrieben für die verschiedenen Betriebsformen abweichende, teilweise entgegengesetzte Einkommensentwicklungen.

Informationen : Agrarbericht

Verdienst während der Ausbildung und im Beruf?

Auskünfte dazu geben Kammer, Arbeitsagentur, Berufsverband, Arbeitgeberverband und Gewerkschaft



BLV, Bonn/Foto: Thomas Stephan
   

 

Weitere Ausbildungsberufe aus dem Bereich der Landwirtschaft


Ausführliche Darstellung der oben genannten Berufe unter:


i Berufsbildung im Agrarbereich in Baden-Württemberg

i Informationen über Beruf und Karriere in der Landwirtschaft

i Weitere Infos zur Berufsausbildung


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